Das wird dich Demut lehren, Fatzke!

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Es ist soweit. Er ist da. Ich werde mich an dieser Stelle nicht darüber auslassen; der Frühling weiß, dass ich ihn willkommen heiße, ich laufe den ganzen Tag mit einem dümmlichen Grinsen rum.

Und jetzt, da es hell ist, wird mein Problem beleuchtet: Ich weiß nicht, was ich lesen soll. Hey, ich hab gesehen, wie ihr die Augen verdreht habt!

Es ist nicht so, dass ich nix Neues da hätte, doch ich muss mein Leseverhalten den saisonalen Umständen anpassen – ich brauche etwas Frisches, Lockeres, Luftiges. Und ich rede nicht nur von einer Handlung, die dich zwei Wochen nicht schlafen lässt, manche Bücher erschlagen auch rein durch ihren monströsen Schreibstil.

Während ich musiktechnisch schon umgeräumt habe (düsterer Melo-Indie-Kram raus,leichter SynthiIMG_2143[1]e-Pop rein), sieht es buchstabenmäßig schlecht aus. Schlimm. Nun ja, nur nicht verzweifeln, mach ich mich halt auf die Suche. Ich habe Vorstellungen, so ist es ja nicht. Etwas Deutsches sollte es sein, keine Übersetzung. Wie wäre es mit…Frank aus Berlin? Och, nicht schon wieder Herr Lehmann, stöhnt ihr. Ich kann nix dafür, was soll ich machen? Herr Lehmann ist das perfekte after-winter Buch, es sagt uns so vieles, ohne zu beschweren. Ich blättere mal in den Empfehlungen eines großen Versandhauses. Nein…nein…nein…äh nein. Was ist denn da los? Sind nur noch Möchtegern-Sven-Regener unterwegs? Und das Thema versucht gar nicht erst, den Verdacht der Ähnlichkeit loszuwerden. Schluss mit coming of age Romanen!, ruft ihr. Hm, da könnte was dran sein, sage ich und grübele. Eigentlich mag ich diese Art von Erzählungen. Der Letzte, der sowas extrem gut gemacht hat, ist Tino Hanekamp mit So was von da. Sein Antiheld Oskar rennt durch eine Nacht wie andere durch ihr ganzes Leben. Ein Herr Lehmann auf Speed sozusagen. Ich schiele nun in eure Richtung. Irgendwelche Vorschläge?

Ich räume Luka und das Lebensfeuer, Das Glasperlenspiel und Nullzeit unaufgegessen in das Regal und warte.

P.S.: Die Überschrift ist ein Zitat des erwähnten Autors Hanekamp. Ich grusele mich vor Plagiatsvorwürfen.

 

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  1. Hach, am Anfang des Artikels wollte ich dir „So was von da“ vorschlagen. Aber dann lese ich weiter und stelle fest, dass du es bereits gelesen hast. Dann bin ich mit meinem Latein leider auch am Ende. Getreu dem Motto: Hier liegt Osker Wrobel,23. Er hats versucht.
    Aber lass es mich wissen, wenn du gute Frühlingslektüre gefunden hast, ich bin auch auf der Suche…

    • Ha! Was hat Oskar nur an sich? Meine Mama findet ihn schrecklich! Ich: Der ist doch ein Held! Sie: Also bitte! Was ist mit der Frau? Was ist mit dem Geld? Tja, Frauen und Geld, da haben wir’s also…Ich melde mich, wenn ich was erquickendes entdecke, Herr H. arbeitet übrigens an einem neuen Roman. Dir empfehle ich zur Überbrückung Autumn My Lover-Gonzo Remix (Fettrand – auf scheiningbreit.de) und/oder Weber For President, zu finden unter Kurzgeschichten auf dieser Seite. Was, Eigenwerbung? Ähhh, naja…

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