The monster killed the melody

Guten Abend. Noch ist es Winter. Noch ist es dunkel. Wir dürfen in düsterer Gedankenwelt schwirren, wenn uns danach ist. Ich weiß, an dieser Stelle und nicht vor allzu langer Zeit habe ich der Melancholie bereits Auf Wiedersehen gesagt, doch aus gegebenem Anlass ziehe ich den schweren Vorhang noch einmal zu. Seltsamerweise bleibe ich auf der Suche nach neuen Büchern immer an neuer Musik hängen. In jenem Fall handelt es sich um Ben Howard, einen der wenigen Musiker, die sich schwindelfrei auf der Linie zwischen Alternativ und Massenstrom bewegen und alles mit sich ziehen. Ein seltenes Phänomen. Eine Rarität. Nun entdecke ich eine EP mit vier Songs, und die Musikliebhaber lachen mich aus und sagen: Die ist doch schon seit letztem September auf dem Markt! Schande über mich. BH

Ben Howard begeisterte bereits auf Every Kingdom mit einem fantastischen Songwriting und diesem fliegenden Gitarrenspiel. The Burgh Island ist deutlich düster gehalten, ein Black Flies- Reloaded sozusagen, und gerade darin, dass Howards eher helle Stimme nicht für die Dunkelheit geschaffen zu sein scheint, liegt der Reiz.

Track des Abends: Esmeralda – Ben Howard

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7 Gedanken zu “The monster killed the melody

  1. Also wieder diese düstere, graue Zeit….da passt das Lied sehr gut….vor allem kann man sich in dem Video gepaart mit der Musik sehr gut verlieren. Nix mit dem Lehnstuhl hinterm Haus;), darauf müssen wir leider noch warten!
    Wir sollten diesen schweren Vorhang lieber mit Lights von Elli Goulding wegziehen und uns mit Kaffee in der hoffentlich baldigen scheinenden Sonne erwärmen.

    warme, strahlende Grüße

    Jatka

    1. Verdammt, bist Du schnell! Ich hab das Video noch gar nicht gesehen. Kopfkino reicht erst mal…Kaffee geht immer, egal ob Howard oder Goulding, oder hey, wie wär’s mit nem Duett? Liebste koffeinhaltige Grüße!!!

  2. Er verfolgt mich…! Letzte Woche hörte ich überall „Keep your head up“ und jetzt schreibst Du über Ben Howard. Ich mag diesen Song, er ist so wunderbar positiv gestimmt und erzeugt gleich gute Laune. Denn auch wenn es mal nicht so läuft, die Sonne geht jeden Tag aufs Neue auf… auch wenn man sie nicht sieht.
    Andere würden sagen, wenn man vom Pferd fällt, sollte man gleich wieder aufsteigen!*blinzelblinzel*

    Schlechtes Wetter…wir gehen nicht hin:-)

    Liebste Grüße

    1. Du hörtest überall Ben Howard? Im Radio? Oh…ich bin begeistert, die Welt wird doch nicht vor die Hunde gehen! Vielen Dank für Deine poetischen Worte, ich nehme mal an, Esmeralda ist eher nicht so Dein Fall? 😉 Liebe windige Grüße zurück, Julia!

  3. Love, love, love! Ich liebe diesen Mann. War letzten Dezember auf einem Konzert von ihm. Manchmal dachte ich, ich müsste weinen weil es beinahe unerträglich schön war.

    1. Das glaube ich Dir sofort, ich habe ihn (noch) nicht live erlebt, schaue mir manchmal Mitschnitte an und bin fassungslos anhand der Tatsache, dass jemand sooo Gitarre spielt uuund dazu sooo singen kann. Wie gefällt Dir das düstere The Burgh Island?

      1. Die Burgh Island EP ist natürlich eine Spur dunkler als Every Kingdom. Gefällt mir aber trotzdem, oder vielleicht auch gerade deshalb, sehr gut. Ist halt mal ein bisschen was anderes. Und live haben mich gerade diese Stücke total umgehauen. Besonders Oats In The Water hatte es mir angetan, weil es wieder so ein Lied war, das mir aus der Seele gesprochen hat. There’ll be things you never asked her, Oh how they tear at you now…

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