Eine Kraft, die böse war und Böses im Schilde führte…

Der Rotberockte schnaufte. Es führte der Weg nur leicht hinauf, doch er hatte seinen Wanst vor sich herzuschieben, die Sonne wärmte ungewöhnlich stark für einen September, und so rann ihm der Schweiß über die Brauen. Er wischte sich das Salzwasser fort, bevor es in seine Augen gelangen konnte, und blieb stehen. Er stützte sich auf eine Bank, die plump und krumm im Weg stand.

Der Beleibte schaute sich um. Überall grün, soweit er blicken konnte. Saftiges Gras, reiche Ernten, volles Korn und Abertausende von Früchten, das hatte ihm schon immer behagt, so oft er durch Erijan gereist war.

Kein Wunder, dass dieser Ort beliebtes Ziel war für alle Reisenden, auf der Landkarte hatte der kleine Fleck eine eigene Farbe: ein leuchtendes Grün.

Erijan – das grüne Gold.

Er schnaufte abermals, und eine Kugel ging vor ihm auf und ab. Er schielte hinab, die Nähte spannten, und würde er sich noch mehr des Bieres hingeben, würden sie womöglich reißen, die Knöpfe zerbersten.  Er strich sich kurz über den Leib und schaute wieder über die Felder, gegen Süden. Ging man den Weg entlang bis zur Ortsgrenze, es war ein Marsch von zwei Stunden, hörte die grüne Gunst mit einem Mal auf. Freilich lagen die Felder nicht brach, nein, sie zeigten sich allemal mit ihrem gewöhnlichen Gesicht. Ockerbraun, Weizengelb, dunkles Grün. Doch diese reichen Farben, diese Hülle und Fülle, ja, fast Verschwendung am Schatz der Natur, das gab es nur in Erijan.

Er blieb an den Wiesen hängen, verlor sich fast in den Plantagen, bis wieder die Stimmen aus dem Dorf an sein Ohr drangen. Er richtete sich auf, dehnte kurz die Brust und setzte dann seinen Weg fort. Nein, in Erijan mochte er heuer nicht verweilen.

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Nanu, was ist denn jetzt los?, mögt ihr euch vielleicht fragen. Meine bisherigen Posts deuten darauf hin, dass ich mit Fantasy eher wenig am Hut habe. Doch weit gefehlt, zumindest was meine eigenen Werke betrifft. Tataaa!

Mein erster Roman Tal der sieben Tränen hat es in die virtuelle Welt geschafft, und daran möchte ich euch teilhaben lassen! Nachdem die erste Auflage auf Papier beinahe vollständig verkauft worden ist, möchte ich nun die Welt des digitalen Lesens erforschen. Ich bin gespannt, welche Abenteuer mich sowohl als Leser als auch als Autor erwarten.

Und euch wünsche ich viel Spaß, falls ihr euch in das Abenteuer mit Tunus und Clarus stürzen wollt, die nicht nur mit, sondern auch um ihre Freundschaft kämpfen müssen…

Der Roman ist ab sofort als Ebook überall erhältlich.

(Überschrift: Zitat aus Tal der sieben Tränen-Julia von Rein-Hrubesch)

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