And between the years …

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… I might have come to know you but I don’t own you, that much is clear.

Nun waren sie also gestern in München, die wunderbaren Musiker rund um Sänger Matthew Hegarty. Eingeleitet und immer wieder angekündigt von Ryan O’Reilly, der über nichts anderes sang als über die Liebe. Reicht aus als Werbung, oder?

Das Milla ist echt schnucklig, so ein kleines Kellergewölbe, in dem man schon mal vor der Bühne hört, wie auf der anderen Seite Gläser gespült werden. Bei Motorama war mir das nicht aufgefallen, aber die waren ja auch wild und laut, was man von den Engländern MATA nicht behaupten kann. Hegarty ist ein Mann der leisen Töne. Er ist ein Künstler durch und durch. Wie jetzt, ihr habt von mir eine objektive Berichterstattung erwartet? Pfff.

Ich erzähle und schwärme ja immer und immer wieder von der Leidenschaft, besonders von der leidenschaftlichen Kunst. Und gestern habe ich sie defintiv gesehen. Ich habe sie erlebt. Erst mal bin ich noch immer entsetzt, wie jemand tatsächlich solche Stimme haben kann, so tief und voluminös. Das soll mir mal einer erklären. Ebenso hingerissen war ich von der Tatsache, dass fünf Menschen solch raumgreifende Musik entstehen lassen können, satt und tief, selbst in einer Akkustik-Variation. (Elijah)

mata.jpg

Hegarty singt nicht nur, er prangert an. Er predigt. Zwischendurch fragte ich mich immer mal, ob der Mann auch Freude hat, an dem was er tut, wirkte er doch manchmal sehr … verbissen. Es schien ihm wichtig, seine Geschichte an den Mann zu bringen. Die Leidenschaft, ach.

Ganz große Freude hat auch der Drummer bereitet, der viele Songs aufgepeppt und verwandelt hat und trotz einer Fußverletztung (ja, manche treten auch mit Plastiktüte am Bein auf), ordentlich Gas gegeben hat.

Im Großen und Ganzen geht es bei MATA eher ruhig zu, was nicht heißen soll, dass man nicht tanzen kann. Pale Sun Rose war einer der flotteren Nummern und hat gezeigt, dass die Musiker wunderbar harmonieren und Spaß zusammen haben. Auch um das Publikum war man bemüht, als in der Bonusrunde der Liebling I followed fires zum Besten gegeben wurde, und das auch noch in der Menge, war es wohl um jeden Gast geschehen. Allgemein zeigten sich die Besucher textsicher, auch war der kleine Club recht voll, wohl ein Zeichen, dass aus der Indie-Perle MATA etwas Größeres wird. Nicht, dass ich das nicht vorausgesagt hätte …

Ich bin jetzt noch größerer Fan als bisher schon, besonders, weil Temple als Opener gespielt wurde, eines meiner derzeitigen Lieblinge. Und dann, wer hätte das gedacht – Out of the darkness – jener Song, der mich zu einem ganzen Roman inspiriert hat. Und von dem ich eigentlich dachte, dass ich ihn niemals live höre werde, weil er … nun ja, wirklich einer von der langsamen Truppe ist. Ich habe ihn also als eine Extra-Zugabe für mich betrachtet 😉 Und wieder eine Schaufel Inspiration mitgenommen, wenn nicht eine ganze Wagenladung.

Matthew and The Atlas touren weiter, im Oktober sind sie wieder in Deutschland. Leute, geht hin!

 

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  1. Ins Milla wollte ich auch schon immer mal. Liegt ja gleich neben meinem Lieblingslokal, zumindest wenn ich mal an einem Samstag in München bin und Lust auf Obatzda, Weissbier und Bundesliga-Konferenzschaltung habe, dem Faun. Mehmet Scholl ist da doch Mitinhaber, oder?

    • Puh, keine Ahnung.
      Ich war auch immer zu sehr beschäftigt, planlos hin und her zu rennen, besonders als ich nach der Show nicht mehr wusste, wo das Auto steht…
      Sag Bescheid, wenn Du München wieder besuchst.

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