Schreiben. Lesen. Pause.

Nachdem ihr gestern das letzte Interview aus den Sehnsuchtsfluchten gelesen habt, verabschiede ich mich heute in den Sommerurlaub. Nun, Sommer ist es nicht mehr wirklich, und dort, wohin ich fahren werde, erst recht nicht, doch das stört nicht. Ich mag Wind und Wetter und Sturm.

Ich möchte mich ganz herzlich bedanken: Bei all denen, die mit mir geschrieben haben. Die mich inspiriert haben. Danke an alle Autoren, die an der wundervollen Anthologie beteiligt waren, Danke für eure Mühen und immer wieder aufwallenden Gedanken und Diskussionen, die mich beflügelt haben und immer inspirieren! Und natürlich geht ein sehr großes Danke an die Leser, die nun zum Zuge kommen!

In den letzten Wochen habe ich geschrieben und auch endlich mal wieder gelesen. Viel und parallel gelesen, auch nach Empfehlungen. Ich hoffe, im Herbst die Zeit dafür zu finden, euch davon berichten zu können.

Ich wünsche euch eine wundervolle Zeit, hastet oder rastet, ganz wie es euch beliebt, wir lesen und hören uns im Herbst wieder.

Liebste Grüße, Julia

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Vertraue …

… Deinem Festival.

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Ja, tu es! Das Maifeld Derby Festival, nicht nur für mich ein jährlicher Herz-Pflichttermin, ist immer verlässlich, wenn es darum geht, Menschen mit Gitarren auf Bühnen zu holen, die einen verzaubern. Dieses Jahr ganz groß geschehen bei Roo Panes. Das sitzt man tatsächlich mit offenem Mund und weiß erstmal nicht weiter. Allgemein hat mir mein Lieblingsfestival noch nie so viel Freude bereitet wie am vergangenen Wochenende. Gleich der erste Akt war ein Volltreffer, und so ging es munter weiter. Ich erinnere mich, wie wir die vergangenen Jahre immer mal auf den Grünflächen rumlagen, aber 2017 – nichts. Es haben sich viele zu viele gute Bands und Künstler aneinandergereiht. Von den Parallel-Auftritten will ich hier mal gar nicht anfangen …

 

Richtig erwischt hat es mich bei Moderat. Obwohl im Festival-Büchlein als Elektronische Konzert-Tanz-Messe allerhöchster Güte angepriesen und vorher am Merch schon alles weg, hat es mich eher zufällig ins Palastzelt verschlagen. Dem Musikgott sei Dank! Ich mag ja eher handgemachte Musik, aber im Sommer muss es Beat sein. Und Moderat verbinden Stimme, Melodie und Wumms! auf so eine fantastische Art und Weise, dass mir ganz anders wird. Da mag ich gleich die ganze Nacht durchtanzen und so. In nächster Zeit werde ich euch immer mal von den Acts berichten, die mir am besten gefallen haben an diesem wundervollen Wochenende in Mannheim. Duchmischt mit Literatur, denn da gibt es ebenfalls Großes zu berichten! Nun gehet und singt.

 

 

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Der Juni tanzt.

Bevor es hier wieder um das Literarische geht, wird getanzt und gesungen! Ihr wisst ja, dass ich jedes Jahr das ganz wundervolle Maifeld Derby heimsuche, und das steht tatsächlich schon nächste Woche an! Der Juni ist Musik.

Zwar noch Mai, aber schon ziemlich am Ende, besuchte ich das Konzert der einmaligen The Dead South. Von diesen stampf – und spielwütigen Herren habe ich euch schon einmal erzählt. Bluegrass – da rümpfen viele erst einmal die Nase. Hab ich auch, da bin ich ehrlich. Aber auf diese Art und Weise lasse ich mich gern belehren! Das Muffatwerk war ausverkauft, und zwar sehr bald, nachdem es die Karten zu erwerben gab. Auch waren viele Konzertbesucher textsicher. The Dead South haben hierzulande eine größere Fangemeinde, als ich dachte. Nett!

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Eric Mehlsen, Cellist der Band, spielte ala Del Suelo im Vorprogramm. Seine Vorstellung begann damit, dass er dem Publikum erzählte, er hätte eine Novelle geschrieben und diese dann in Kapiteln vertont. Tja, nun ratet mal, wer davon extrem hingerissen war …

Die Geschichte, die dann folgte, war eher eine Reise. Und wunderschön. Eric singt und musiziert eher ruhig. Und dennoch sind es große Geschichten, zu denen er einlädt. Besonders hat mir das Darling of the Desert gefallen, und es ist noch immer mein Liebling auf dem Album, welches ich mir zusammen mit dem Buch am Ende der Show geholt habe. Hach …

Versatile Award!

versatile-blogger-awardSchaut mal; was für eine wundervolle Nominierung! Ich finde es tatsächlich nicht nur abwechslungsreich, sondern auch sehr spannend, zu jemandem zu sagen: Erzähl doch mal! Das gefällt mir sehr. Nominiert hat mich der großartige Simon Segur, der neben seiner Reise durch Eis und Endzeit unermüdlich auf der Suche nach Zeit ist, um wunderbare Blogeinträge zu erfassen. Und für alle, die seinen Frankfurtroman noch nicht gelesen haben – Jetzt aber zackig! Er ist wahrlich toll, und eine der Figuren bekommt hoffentlich ein SpinOff, denn ich habe mich ein bisschen in sie verguckt.

Nun zu den Fakten.

  1. Ich habe mit neun Jahren angefangen, heimlich die Stephen King Bücher meiner Mama zu lesen. Was das mit mir gemacht hat, will ich natürlich nicht so genau wissen, doch eines ist sicher: Die Leidenschaft, eine Geschichte so zu erzählen, dass jeder, der sie liest, ein Teil von ihr wird, hat mich für immer geprägt und wird es auch immer tun.
  2. Ich höre (meistens leider) auf Impulse, statt auf Vernunft. Jedes Jahr am 31. Dezember ist mein Wunsch für das nächste Jahr, erst zu den20160830_150118.jpgken und dann zu reden. Lange hält das nicht an.
  3. Ich bin ein Kind der Natur. Ich liebe Erde, Wasser, Wiesen und Bäume. Ganz besonders Bäume. Ich kann mich stundenlang damit beschäftigen, sie aufzusuchen und sie in Bildern festzuhalten. Ich bin einmal durch Morast gewatet, um die Rinde einer Pappel zu berühren.
  4. Alles, was extrem ist, ist mir zuwider. Das könnte ich ausschmücken, hier beschränke ich mich jedoch auf die Jahreszeiten. Vor dem Sommer verstecke ich mich, und zwar jedes Jahr aufs Neue. Ich mag hingegen alles, was mit Übergang zu tun hat. Frühling und Herbst passen da ja wunderbar dazu.
  5. Ich bin genusssüchtig. Auf ziemlich allen Ebenen.
  6. Ich habe Alpträume. Vermutlich ist es klug, hier mal zu Punkt Eins zu schielen. Sie begleiten mich mein Leben lang, und das Schreiben, überhaupt alles Künstlerische, ist ein guter Weg, damit umzugehen. Inzwischen sind wir eine Zweckgemeinschaft, tatsächlich sind meine besten Texte aus der tiefsten Dunkelheit der Nacht gekrochen. Wenn ich zu mild träume, weiß ich, dass ich genug schreibe. Und andersherum.
  7. Der Gedanke, irgendwann hauptberuflich zu schreiben, ist keine Option, sondern ein Ziel.

Uhhh, das war ja sehr … interessant. Nominieren möchte ich gern jeden, der das hier liest. Es ist tatsächlich spannend, etwas zu lesen, was nicht auf einer gestellten Frage beruht. So, als wäre es ein Geschenk. In diesem Sinne: Erzählt mal!

Eis und Blüte

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Einen recht schönen guten Tag wünsche ich! Ja, lange hab ich nichts von mir hören lassen, vieles ist geschehen und das Meiste davon; na gut-alles; hat mit dem Schreiben zu tun. Direkt oder eben nicht so direkt.

Der Frühling naht, letzte Woche durften wir ihm schon winken, doch noch ziert er sich. Und ich nutze dieses kleine Gerangel zwischen den Jahreszeiten, euch zu zeigen, was ich auf meinen Wanderungen alles so gesehen habe. Noch immer ist die Natur neben dem Reisen und der Musik Inspiration Nummer Eins für mich.

Wie habt ihr den Winter verbracht? Mögt ihr die Kälte oder sehnt ihr euch lieber in wärmere Gefilde?

In Kürze gibt es wieder mehr hier zu lesen und zu hören, und ich werde euch erzählen, was alles so spannendes geschehen ist …

Ganz liebe Grüße, Julia

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Walked in an very straight line

Der Oktober hat es in sich, nicht nur, was die Literatur angeht. Gleich drei große Musikmenschen (+Anhang) haben neue Alben am Start. Auch Okkervill River haben nachgelegt, das aber schon letzten Monat. Habe ich irgendwie nicht mitbekommen. Nun ja.

Lisa Mitchell. Was soll man sagen? Immer wieder stolpere ich über ihr unbeschreibliches Talent; die Musik, die sie macht, begleitet mich schon seit Jahren. Ja ja, das neue Album ist glatter und reifer und poppiger und vielleicht radiotauglicher. Ich liebe es trotzdem. Die gute Frau Mitchell schafft Neues, um sich dabei dennoch treu zu bleiben. Darum geht es doch, oder? Auf „Warriors“ findet man einige tanztaugliche Songs, angetan haben es mir wie immer die ruhigeren. Die Melodien nur angedeutet, alles ziemlich melancholisch. Ich finde, das ist Lisa Mitchells Königsdiziplin. Und so wandert einer der Songs direkt auf die Playlist für mein aktuelles Romanprojekt …

 

(Überschrift: Zitat aus Warriors von Lisa Mitchell)

Don’t pin all of your dreams on me

Die größte Überraschung, die das musikalische 2016 bisher zu bieten hat, bringt ganz eindeutig Bear’s Den. Ich sage bisher, denn da sind ja noch Lisa Mitchell und Motorama im Oktober am Start. Motorama, versteht ihr?

Das Album Red Earth & Pouring Rain haut mich total um, warum, vermag ich gar nicht so recht zu sagen. Vielleicht ist es dieser subtile 80er Sound, der überall durchschwingt, vielleicht ist es dieser typische Bear’s Den Klang, dem die Engländer noch eine ordentliche Schippe Melancholie draufgeladen haben. Es geht sehr viel um die Liebe in dem neuen und für mich ganz klar besten Album. Nicht, dass ich was dagegen hätte, ich bin ein großer Fan, aber in der Musik und in der Literatur ist die Grenze zwischen melancholischer Wahrheit und Kitschgesäusel extrem dünn. Ich meine, wer kann es sich schon erlauben, You’re the love of my life zu singen, ohne dabei schwulstig zu klingen? Hm, hier haut es hin. Sehr, sehr schön. Wirklich.