Der Juni tanzt.

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Bevor es hier wieder um das Literarische geht, wird getanzt und gesungen! Ihr wisst ja, dass ich jedes Jahr das ganz wundervolle Maifeld Derby heimsuche, und das steht tatsächlich schon nächste Woche an! Der Juni ist Musik.

Zwar noch Mai, aber schon ziemlich am Ende, besuchte ich das Konzert der einmaligen The Dead South. Von diesen stampf – und spielwütigen Herren habe ich euch schon einmal erzählt. Bluegrass – da rümpfen viele erst einmal die Nase. Hab ich auch, da bin ich ehrlich. Aber auf diese Art und Weise lasse ich mich gern belehren! Das Muffatwerk war ausverkauft, und zwar sehr bald, nachdem es die Karten zu erwerben gab. Auch waren viele Konzertbesucher textsicher. The Dead South haben hierzulande eine größere Fangemeinde, als ich dachte. Nett!

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Eric Mehlsen, Cellist der Band, spielte ala Del Suelo im Vorprogramm. Seine Vorstellung begann damit, dass er dem Publikum erzählte, er hätte eine Novelle geschrieben und diese dann in Kapiteln vertont. Tja, nun ratet mal, wer davon extrem hingerissen war …

Die Geschichte, die dann folgte, war eher eine Reise. Und wunderschön. Eric singt und musiziert eher ruhig. Und dennoch sind es große Geschichten, zu denen er einlädt. Besonders hat mir das Darling of the Desert gefallen, und es ist noch immer mein Liebling auf dem Album, welches ich mir zusammen mit dem Buch am Ende der Show geholt habe. Hach …

Mai

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Eines schönes Wort als Überschrift, oder? Ja, ich war lange nicht mehr hier, sehr lange sogar. Dafür habe ich heute etwas Schönes, das ich mit euch teilen möchte: Ich wurde interviewt!

Ich rede unheimlich gern über Bücher, und noch lieber über das Schreiben. In dem Interview von Kia Kahawa zur #Autorinnenzeit ging es um vieles, was ihr schon von mir kennt. Und vielleicht entdeckt ihr etwas, was ihr noch nicht kanntet.

Auf jeden Fall wünsche euch viel Vergnügen mit dem Text!

 

http://www.kiakahawa.de/index.php/2017/05/04/fuer-seine-emotionen-in-den-kampf-ziehen/

 

Versatile Award!

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versatile-blogger-awardSchaut mal; was für eine wundervolle Nominierung! Ich finde es tatsächlich nicht nur abwechslungsreich, sondern auch sehr spannend, zu jemandem zu sagen: Erzähl doch mal! Das gefällt mir sehr. Nominiert hat mich der großartige Simon Segur, der neben seiner Reise durch Eis und Endzeit unermüdlich auf der Suche nach Zeit ist, um wunderbare Blogeinträge zu erfassen. Und für alle, die seinen Frankfurtroman noch nicht gelesen haben – Jetzt aber zackig! Er ist wahrlich toll, und eine der Figuren bekommt hoffentlich ein SpinOff, denn ich habe mich ein bisschen in sie verguckt.

Nun zu den Fakten.

  1. Ich habe mit neun Jahren angefangen, heimlich die Stephen King Bücher meiner Mama zu lesen. Was das mit mir gemacht hat, will ich natürlich nicht so genau wissen, doch eines ist sicher: Die Leidenschaft, eine Geschichte so zu erzählen, dass jeder, der sie liest, ein Teil von ihr wird, hat mich für immer geprägt und wird es auch immer tun.
  2. Ich höre (meistens leider) auf Impulse, statt auf Vernunft. Jedes Jahr am 31. Dezember ist mein Wunsch für das nächste Jahr, erst zu den20160830_150118.jpgken und dann zu reden. Lange hält das nicht an.
  3. Ich bin ein Kind der Natur. Ich liebe Erde, Wasser, Wiesen und Bäume. Ganz besonders Bäume. Ich kann mich stundenlang damit beschäftigen, sie aufzusuchen und sie in Bildern festzuhalten. Ich bin einmal durch Morast gewatet, um die Rinde einer Pappel zu berühren.
  4. Alles, was extrem ist, ist mir zuwider. Das könnte ich ausschmücken, hier beschränke ich mich jedoch auf die Jahreszeiten. Vor dem Sommer verstecke ich mich, und zwar jedes Jahr aufs Neue. Ich mag hingegen alles, was mit Übergang zu tun hat. Frühling und Herbst passen da ja wunderbar dazu.
  5. Ich bin genusssüchtig. Auf ziemlich allen Ebenen.
  6. Ich habe Alpträume. Vermutlich ist es klug, hier mal zu Punkt Eins zu schielen. Sie begleiten mich mein Leben lang, und das Schreiben, überhaupt alles Künstlerische, ist ein guter Weg, damit umzugehen. Inzwischen sind wir eine Zweckgemeinschaft, tatsächlich sind meine besten Texte aus der tiefsten Dunkelheit der Nacht gekrochen. Wenn ich zu mild träume, weiß ich, dass ich genug schreibe. Und andersherum.
  7. Der Gedanke, irgendwann hauptberuflich zu schreiben, ist keine Option, sondern ein Ziel.

Uhhh, das war ja sehr … interessant. Nominieren möchte ich gern jeden, der das hier liest. Es ist tatsächlich spannend, etwas zu lesen, was nicht auf einer gestellten Frage beruht. So, als wäre es ein Geschenk. In diesem Sinne: Erzählt mal!

Eis und Blüte

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Einen recht schönen guten Tag wünsche ich! Ja, lange hab ich nichts von mir hören lassen, vieles ist geschehen und das Meiste davon; na gut-alles; hat mit dem Schreiben zu tun. Direkt oder eben nicht so direkt.

Der Frühling naht, letzte Woche durften wir ihm schon winken, doch noch ziert er sich. Und ich nutze dieses kleine Gerangel zwischen den Jahreszeiten, euch zu zeigen, was ich auf meinen Wanderungen alles so gesehen habe. Noch immer ist die Natur neben dem Reisen und der Musik Inspiration Nummer Eins für mich.

Wie habt ihr den Winter verbracht? Mögt ihr die Kälte oder sehnt ihr euch lieber in wärmere Gefilde?

In Kürze gibt es wieder mehr hier zu lesen und zu hören, und ich werde euch erzählen, was alles so spannendes geschehen ist …

Ganz liebe Grüße, Julia

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Die schlurfende Frau

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Er nippte an der Tasse und verzog das Gesicht. Er mochte es, wenn der Schmerz sich durch seine Lippen fraß und bis in die Augen zog. Heißen Tee zu bekommen, war nicht einfach. Bevor er in der Küche ausgeschenkt wurde, ließ man ihn abkühlen. Et war warm, ja. Aber brühend heiß war er nicht. Und bis er auf dem Wagen in den linken Flügel gekarrt war, war er sowieso abgekühlt.

Manuel hatte nach einer Thermoskanne gefragt, und da die Idioten hier nicht wussten, wie man sich aus den schön gebogenen Scherben eine wundervolle Kralle basteln konnte, wurde ihm eine erlaubt. Und wenn Schwester Monika Dienst hatte, bekam er eine Kanne frisch gekochten Tee auf sein Zimmer gebracht. Monika war keine Schwester, sondern nur eine dämliche Putze, die manchmal in der Küche aushalf. Und Manuel war sich sicher, dass sie das nur machte, um sich vollzufressen. Der eine Suchti erkennt den anderen sofort. Und so hatte er auch gleich gecheckt, dass die Putze sich einen abfreute, wenn er sie Schwester nannte. Sie fraß ihm aus der Hand.

Monika war dämlich, doch nicht dämlich genug, um die Kanne vor den anderen nicht zu verstecken. Sie wusste sicher nicht, warum sie es tat, nur, dass es gegen eine Regel verstieß. Gegen welche Regel wusste sie vermutlich nicht, nur dass es ganz bestimmt irgendeine geben würde. Dieser ganz Scheißhaufen hier roch nach Regeln.Mit Regeln kannte Manuel sich aus. Er wusste, welche es gab und wie man sie umgehen konnte. Und so hatte er das mit der Kanne hingekriegt und das mit dem illegalen Transport von kochendem Wasser.

Drüberkippen konnte er sich das Zeug nicht, und auch nicht den anderen. Und so trank er es halt, einen Schluck nach dem anderen. Die inneren Verbrennungen sah keiner.

Manuel stand im Rahmen seiner Zimmertür und blickte auf den Flur, die Tasse an den Lippen. Wenn er sie das nächste Mal sehen würde, würde er einen Schluck nehmen, und zwar einen großen. So war der Plan.

Es war nicht so, dass sie sehen wollte. Er hatte eine scheiß Angst vor ihr. Und zuerst war sie auch ja ferngeblieben. Er hatte sie nur gehört. Dieses Schlurfen. Doch seit dieser Nacht war sie erschienen, sie schlurfte durch den Flur und machte ihm eine scheiß Angst. Seit der Nacht, in der die Verrückte aus dem rechten Flügel durchgedreht und im Leichensack abgeholt worden war; kam die schlurfende Frau jeden verdammten Tag und grinste ihn an. Das Grinsen war das Schlimmste. Das und ihre komisch nach oben gebogenen Hände. Wie Klauen. Er hatte sie gehört, das Schlurfen kannte er ja; er erinnerte sich an keinen Tag ohne das Geräusch. Und seit zwei Tagen klang es anders. Er wusste, dass sie da war. Er war in der Nacht aufgewacht und hatte sich aus dem Zimmer gestohlen. Und da hatte er sie gesehen. Es war ein großer Kasten, was er sah. Der Kasten hatte oben einen gebogenen Kopf, wie ein Vogel. Und vorn die Klauen. Und dann hatte sich der Kasten umgedreht und war auf Maunuel zugekommen.

Er hatte schon einiges gesehen, vor allem Blut. Und das, was Thomas mit der Göre im Waschraum gemacht hatte, war ja nun wirklich nichts gewesen. Er hatte sich nicht einmal geschnitten. Höchstens ein wenig geritzt.

Und alles Blut war nichts gegen den Scheiß, der sich jetzt jede Nacht auf dem Flur abspielte. Der Kasten, der über die Fliesen schlurfte. Der sich umdrehte und sein Vogelgesicht zeigte. Das Gesicht einer Frau.

Seitdem stand Manuel auf dem Flur, den ganzen Tag lang. Er wollte sich den Anblick aus dem Gesicht brennen. Und jetzt, als er so stand, dachte er an eine Rechnung. Er war nicht der Hellste, doch er konnte Eins und Eins zusammenzählen. Die schlurfende Frau war aufgetaucht, als dieses Scheißkind durchgedreht war, richtig?

Richtig, dachte Manuel und führte die Tasse zum Mund, als er das Schlurfen hörte. Da musste man doch was machen können.

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-eine Erzählung aus Nathen

 

Weißes Schreiben.

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Es ist tatsächlich mehr als einen Monat her, dass ich mich hier gemeldet habe. Ganze vier Wochen. Was tut man in vier Wochen? Was habe ich in diesen Tagen getan?

Zuerst wünsche ich euch von ganzem Herzen ein wundervolles neues Jahr, mit allem, was ihr euch selbst wünscht! Seltsam ist das mit den neuen jungen Jahren. Wünschen kann man sich immer etwas, jeden Tag. Wenn der Januar naht, wittern wir die Chance auf einen Neuanfang. Warum ist das so?

Ich wünsche mir stets dasselbe. Und doch ist es anders. Besonders das Schreiben, und alles was dazu gehört, hat sich verändert. Seit ich mich den ganz wundervollen BartBroAuthors angeschlossen habe, scheint es, als würde ich nicht mehr allein schreiben. Natürlich wähle ich die Worte selbst, schreibe oder tippe sie nieder. Doch habe ich nun, egal in welcher Phase des Entstehungsprozesses, die Möglichkeit, nach Tipps, Probelesern und Kritikern Ausschau zu halten. Der Unterschied zu vorher ist der, dass immer jemand zur Stelle ist, und zwar sofort. Und geht es nur darum, mal zu jammern. Ja, das muss sein, das Jammern. Besonders, wenn man sich als Schreiber, so wie ich zur Zeit, in einer merkwürdigen Zwischenwelt befindet, in der mal wieder eine Idee nach der anderen anklopft und sich die Bilder in Kopf und Bewusstsein drängeln. Die BartBroAuthors sind ein Verein von Schreibern, Menschen, die leidenschaftlich dem nachgehen, was auch mir am meisten am Herzen liegt. Es sind Quereinsteiger, Anfänger, Profis und Berufsschreiber. Und jeder von ihnen hat ein Ohr offen. Immer.Das fühlt sich schön an, und für mein Schreiben ist es gut und extrem hilfreich.

Ich wachse also. Die Kunst und das Schaffen formen sich, so fühlt es sich an. Vielleicht, und das würde ich mir am meisten wünschen, ist es ein Reifeprozess.

Viele tolle Autoren durfte ich in den letzten Wochen kennenlernen. Die wunderbare Michaela Stadelmann kennen sicher viele von euch. Und die unfassbar talentierte Bordsteinprosa durfte ich gar persönlich kennenlernen! Ebenso wie Bestsellerautorin Nicole Neubauer. Ja, ihr habt richtig gehört. Das marschiert eine Bestsellerin in meinen Garten – richtig: Schnappatmung!

Ich lerne also und lausche. Ich lese und frage und warte ab. Ich treffe mich mit Menschen, die Worte und alle Gerüste, die man daraus formt, genauso lieben wie ich selbst. Und bald werde ich selbst wieder schreiben, und es wird anders sein. So fühlt es sich zumindest an. Ich freue mich drauf.

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Liebe liebe Grüße, Julia

Für euch…

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Von der lieben Textflash erfuhr ich von der #NikoSis Aktion, überhaupt lernte ich Bücherboxen kennen. Was ist das und was macht man damit? Tatsächlich habe ich einige in der Nähe entdeckt, was für eine Freude!

Morgen bin ich für euch der Nikolaus und stelle in die Bücherbox in Schrobenhauen meinen Roman „Das Flüstern der Pappeln“ ein. Obendrauf gibt’s auch noch drei Teile der Ballettreihe „Ballerina High“ von Alicia Mirowna alias Mikaela Sandberg alias Textflash. Yeah!

Ich freue mich auf euch und auf jeden weiteren Kreis, den diese wunderbare Methode des Bücherschenkens zieht!

Pappeln Julia