Leipzig …

… und die Nachwehen.

Ach, die Buchmesse. Was gab es nicht alles zu entdecken, zu feiern und kritisch zu hinterfragen. Auch ich hoffe, meinen Messebericht bald liefern zu können, wenn auch nicht geballt, sondern in kleinen Häppchen 😉

Das Wichtigste zuerst! Die Veranstaltung der #9lesen am Messe-Freitag war einfach nur großartig. Ich bin noch immer überwältigt, wie viele Zuhörer sich eingefunden haben, um uns und unseren Geschichten zu lauschen. Zum Schluss haben sogar die Sitzplätze nicht mehr ausgereicht. Was für ein wundervoller Abend! Es war unglaublich toll, Bücher zu signieren und mit den Lesern darüber zu reden. Vermutlich könnt ihr euch denken, wie begeistert ich bin, dass die Planung der nächsten #9lesen-Veranstaltung bereits am Laufen ist!

Hier ist der Mitschnitt meiner Lesung, ich empfehle euch, auch die anderen anzusehen, besonders der wilde Genre-Mix ist fantastisch! Für alle Infos schaut mal hier!

Die schönsten Worte.

… des Jahres stehen für mich schon jetzt fest.

Ich bin früh dran mit dem Jahresrückblick, besonders wenn man bedenkt, dass ich dieses Wissen schon im Sommer hatte. Die drei stärksten literarischen Werke 2017 für mich sind diese:

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Besonders entzückt bin ich, da es sich ausschließlich um Werke von Schriftstellerinnen handelt. Überhaupt bin ich sehr froh, dass ich im Lesejahr 2017 mal wieder etwas erleben durfte, was man Genuss nennen kann. Manchmal liest man, weil man über die Bestseller etwas wissen oder sagen möchte. Manchmal liest man aufgrund von Empfehlungen oder weil es sich um den Lieblingsautor handelt. Doch Lesegenuss garantiert das bei weitem nicht. Ich spreche von jener Freude am Lesen, die einen den ganzen Tag an die Geschichte denken lässt und sich auf den Abend freut, an dem man das Buch endlich wieder in Händen halten kann. Ich kann nur für mich sprechen, doch diese Freude, diese Lust sucht mich nur selten heim.

Neben der Euphorie darüber bewegte mich auch eine andere Frage: Schreiben Frauen anders? Warum? Und ist das für mich als Leser wichtig, wer die Geschichte erzählt? Vielleicht können wir uns irgendwann zu diesem Thema unterhalten, es klingt spannend …

Heute will ich euch jedenfalls von den Büchern vorschwärmen, die mich weinen, lachen, seufzen, verstehen und stolpern ließen. Sie nahmen und nehmen noch immer viel Raum in meinem Gedankenunsiversum ein. Ich gebe ihn gern.

Die drei Bücher, die meine Top 3 Liste bilden, könnten unterschiedlicher nicht sein. Eines ist eine Novelle, das andere ein Tagebuch, und das dritte ein Krimi. Klingt das nicht nach einer ganz hervorragenden Mischung?

Ich liebe Novellen, am liebsten lese ich diese Form von Erzählungen. Durch ihren Umfang, der in der Literatur ja eigentlich keiner ist, zwingen sie die Geschichte auf den Punkt zu kommen. Sie können sich keine Ausschweifungen leisten, müssen trotz Knappheit in der Lage sein, ein Universum zu öffnen. Magret Kindermann gelingt es, und zwar ganz vorzüglich.

„Das denken Sie jetzt. Doch wenn Sie einmal schweigen, ist das wirklich nicht leicht zu brechen. Wirklich. Das nächste Wort muss ja besser als Schweigen sein, es darf nicht gewöhnlich sein, denn weshalb gehört es nach der Stille sonst ausgesprochen? Das Wort würde ein echter Schwerthieb werden, die Achse, um die sich ihre Beziehung dreht. Und Sie wollen nach dem Salz fragen?“

(Zitat aus Tulpologie von Magret Kindermann, TWENTYSIX)

Magret Kindermann schreibt knapp. Ich mag Knappheit und ich weiß, wie schwer es ist, Geschichten auf diese Art einzufangen. Die Autorin schafft es mit Sätzen wie „Das musste die Erkenntnis der Vergänglichkeit sein.“, eine ganze Gedankenflut auszulösen. Magret Kindermann schreibt Geheimnisse. Ihre Sätze sind codiert, denn sie erzählen auf der ersten Ebene die Geschichte und bringen sie voran, und auf der zweiten Ebene erzählen sie vom Leben. Von all seinen Fragen. Meist entdeckt man in den zweiten Ebenen auch einen Hinweis zur Antwort. Das, liebe Leser, ist Kunst! Geht und entdeckt diese wundervolle talentierte Autorin!

Luc und sein Tagebuch. Ach. Der Schneepoet von Nika Sachs wurde bereits vor Erscheinen heftig diskutiert; ganz besonders ging es um die Frage, welches Werk etwas in den (großen) Verlagshäusern zu suchen hätte und warum und wer das zu entscheiden hat. Spannende Frage? Unbedingt! Und es ist nur eine von ersten Wellen, die sich momentan zu einem Meer auftürmen, welches die sichere Küste der Verlage umspülen will und wird. Auch darauf können wir sehr gern zurückkommen. Doch nun zum Schneepoet. Einen Tagebuchroman lesen klingt riskant? Natürlich! Warum man das Risiko dennoch eingehen sollte?

Zum Glück hört er mir weitesgehend vorwurfsfrei zu und ködert meine Kooperation bezüglich emotionaler Offenheit mit einem Versprechen. Ich weiß, dass er es halten wird, da ist er konsequent. Ich soll ihn jederzeit mit meinem Beziehungsschutt zumüllen. Solange ich mich um Lösungsansätze kümmere, ist er frei von Zynismus für mich da. Wenigstens etwas. In den letzten Jahren war sein allerwelthassender Sarkasmus oft genug ein Streitpunkt zwischen uns.

(Zitat aus Schneepoet von Nika Sachs, TWENTYSIX)

Nika Sachs redet gern in Schachteln, nicht nur, wenn es sich um Monologe handelt. Das Besondere an ihren verwobenen Sätzen ist das Ausmaß. Man verleibt sich dieses 5-Gänge-Menü von einem Satz ein, und erst nach einiger Zeit gelangt die Aussage über den Blutkreislauf ins Hirn und fängt dort an, Gedankengänge anzukurbeln, die schon mal einige Tage dauern können. Mitunter auch Wochen. Zuerst schmeckt man Sarkasmus und Ironie, mit ganz feinem Wortwitz im Abgang. Und dann, während der Verdauung, wird einem klar, dass es ja gar nicht witzig war, was da gesagt wurde. Dass es wahr und tragisch und echt ist. Unheimlich authentisch. Vielleicht ist es ja auch Zwang, dass man schmerzhafte Wahrheiten in buntes Papier einwickeln muss, damit man mehr Spaß am Auspacken hat? Nika Sachs gelingt das. Und das ist Kunst. Das, liebe Leser, ist Kunst!

Das dritte Werk ist ein Krimi von Bestsellerautorin Nicole Neubauer. Krimis lese ich kaum, darum ein doppeltes Juhu! Scherbennacht ist der dritte Teil der Waechter Reihe, und wurde bald nach Erscheinen als der beste gehypt. Ich war skeptisch. Niemals, dachte ich, kann ein Band meinem Schatz Moorfeuer (2.Teil) das Wasser reichen. Tja. Nun sitze ich da. Tatsächlich ist der dritte Teil der beste. Ich weiß gar nicht warum 😉 Er ist urban, zwar noch regional, doch für mich als Leser nicht mehr um die Ecke mit dem Donaumoos und Schauplätzen hier im Nachbarort. Warum also? Zuerst einmal ist die Scherbennacht ein wahrer Pageturner. Blödes Wort, doch ich benutze es, weil ihr alle wisst, was damit gemeint ist. Ich saß auf der Couch, außer Atem, die Decke um die Schulter gezogen und … weiter weiter weiter! Nicole Neubauer zaubert ohne Monologe und Schachteln. (Na klar, Krimi!) Es ist mir ein Rätsel, wie man es rein durch Dialoge und Handlungen schafft, Personen so klar zu zeichnen und ihnen einen Charakter anzuheften. Dies kommt mit einer Selbstverständlichkeit daher, dass ich ganz baff bin. Und die Autorin ist geduldig. Vielleicht erzählt sie gar stoisch. Sie weiß ja alles über ihre drei Protagonisten, und die sind alle nicht ohne, ganz und gar nicht! Dennoch wartet sie und findet dabei immer das richtige Tempo. Ich persönlich wollte im ersten Teil schon wissen, welches Geheimnis Waechter mit sich trägt, doch die Autorin kann ausharren und bringt mich als Leserin dazu, es ebenfalls zu können. Auch das ist Kunst! Das, liebe Leser, ist Kunst!

„Und der arme alte Waechter ist mal wieder der Letzte, der das erfährt.“ Er grunzte und stellte ein alkoholfreies Bier auf sein Tablett. „Ach, Michi. Du weißt, dass er gerade erst mit einem Wahnsinnigen mit einer Maschinenpistole diskutiert hat. Er hat das großartig gemacht.“ „Überfordert gewesen, alle Regeln gebrochen, ohne jeden Plan in die Gefahr gerannt und trotzdem am Ende irgendwie das Schwert aus dem Feuer gezogen.“  „Yeah, so kennen wir Hannes. Großartig.“

(Zitat aus Scherbennacht von Nicole Neubauer, Blanvalet)

Ich bedanke ich bei den Autorinnen für diese Geschichten! Sie sind ein Stück Kunst, an dem ich teilhaben darf, und dafür bin ich dankbar. Nicht nur für den Lesegenuss und für die Suche nach Antworten auf Fragen, die diese Werke gar kunstvoll in mir wecken, sondern auch für Inspiration und Vorbild.

Und nun, liebe Leser, lest diese Werke. Und erzählt mir von euren Highlights 2017!

Liebe Lesegrüße und ein buchstabenreiches Restjahr.

Nebel empfängt dich.

Wie jedes Jahr um diese Zeit sage ich, dass ich zurück in Deutschland bin. Aber nur zur Hälfte.

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Was macht man mit dieser einen Hälfte? Was mit der anderen, die noch irgendwo steckt und dort nicht weg will, warum auch immer?

Aus dem Urlaub habe ich auch zwei neue Ideen für Geschichten mitgebracht und sie sofort niedergeschrieben. Wie immer haben mich Küste, Meer, Nebel und Menschen unheimlich inspiriert. Und Bäume. Natürlich.

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Ich zeige euch heute ein paar Bilder. Auch ihr hattet, wie ich hoffe, einen wunderbaren Sommer und Urlaub! Freuen wir uns gemeinsam auf den Herbst, er verzaubert …

 

 

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Vertraue …

… Deinem Festival.

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Ja, tu es! Das Maifeld Derby Festival, nicht nur für mich ein jährlicher Herz-Pflichttermin, ist immer verlässlich, wenn es darum geht, Menschen mit Gitarren auf Bühnen zu holen, die einen verzaubern. Dieses Jahr ganz groß geschehen bei Roo Panes. Das sitzt man tatsächlich mit offenem Mund und weiß erstmal nicht weiter. Allgemein hat mir mein Lieblingsfestival noch nie so viel Freude bereitet wie am vergangenen Wochenende. Gleich der erste Akt war ein Volltreffer, und so ging es munter weiter. Ich erinnere mich, wie wir die vergangenen Jahre immer mal auf den Grünflächen rumlagen, aber 2017 – nichts. Es haben sich viele zu viele gute Bands und Künstler aneinandergereiht. Von den Parallel-Auftritten will ich hier mal gar nicht anfangen …

 

Richtig erwischt hat es mich bei Moderat. Obwohl im Festival-Büchlein als Elektronische Konzert-Tanz-Messe allerhöchster Güte angepriesen und vorher am Merch schon alles weg, hat es mich eher zufällig ins Palastzelt verschlagen. Dem Musikgott sei Dank! Ich mag ja eher handgemachte Musik, aber im Sommer muss es Beat sein. Und Moderat verbinden Stimme, Melodie und Wumms! auf so eine fantastische Art und Weise, dass mir ganz anders wird. Da mag ich gleich die ganze Nacht durchtanzen und so. In nächster Zeit werde ich euch immer mal von den Acts berichten, die mir am besten gefallen haben an diesem wundervollen Wochenende in Mannheim. Duchmischt mit Literatur, denn da gibt es ebenfalls Großes zu berichten! Nun gehet und singt.

 

 

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Die Stimme eines schmeichelndes Teufels.

Oder: Er hielt mich mit der ganzen Kraft seiner Besessenheit fest.

Stephen King ist besessen. Er ist hingerissen von dem Gedanken an die Suche nach einer Tür, die uns zu dem führt, das nach dem Tod auf uns lauert. Das wissen wir seit Friedhof der Kuscheltiere. Und was bei der dieser Suche rausgekommen ist, wissen wir auch. Nichts Gutes.

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Bei The Revival ist es gleich und ganz anders. King schreibt über das, über was er am besten Bescheid weiß. Den Mensch und all seine Abgründe. Sie scheinen auf den ersten Blick nicht so tief und dunkel zu sein, doch Abgrund ist Abgrund. The Revival liest sich wie eine Biographie, auch bei Dolores war das schon so. Während es sich bei den meisten Werken meines Großmeisters um aktuelle Ausschnitte des Protagonisten – eine Jetzt-Aufnahme – handelt, zeichnet King in diesem Roman das gesamte Leben vom sechsjährigen Jamie bis zum einundsechzigjährigen Jamie. Ein Mammutprojekt! Nicht nur als Leser frage ich mich, wie man das überwindet ohne Längen. Leider gelingt das nicht. Das, oder es ist meiner eigenen Ungeduld geschuldet. King erzählt gern. Allerdings lese ich ihn wieder lieber als zu der Zeit, als Puls erschien. Da redete und redete und redete er nur. Und die Längen in Revival verzeihe ich, dennoch überlege ich, ob und wie man sie verhindern könnte. Es gibt ein Kapitel im Buch, eher ein Geschehen, bei dem ich das Gefühl hatte, der Autor langweilte sich damit. Es war nötig, um Logik und Fortlauf aufrecht zu erhalten, doch es war öde. Hm. Was also tun?

Interessant ist auch der Fakt, dass sich das Finale auf einen recht kleinen Teil beschränkt. 124 von 509 Seiten. Ist das jetzt viel oder wenig? Das eigentliche Ende, und mit Ende meine ich WAS?, ist etwa 40 Seiten lang. Und dieses Ende würde ich mir gern auf ein Shirt drucken lassen. Das ist King. Hier kommt der Horror. Vorher, in dem ellenlangen Text, in der die Liebe des Autors zum Erzählen zum Vorschein kommt und der auf das Ende … vorbereitet, geht es um die Menschen. Um ihr Bestreben, mit der Welt fertig zu werden und den Preis, den das mit sich bringt. Bei King geht es immer um einen Preis. Wir alle müssen zahlen. Und es geht wieder um Musik. Jamie, unser Held, ist Musiker, und wer nicht wirklich alle Details über ein Leben als Musiker lesen will, der sollte die Finger davon lassen. King kennt sich aus, und mehrere Male überkam mich das Gefühl, er muss beinahe zwanghaft berichten. Wie eine Schuld, die er zu bringen hat. Ach, ich rede nur 😉 Um Schuld geht es auch in The Revival. Um Drogen und Sucht und Krankheit; die Schuld steht jedoch an erster Stelle. Das hat mir gefallen. Dieser enorm dicke rote Faden.

Ich könnte noch endlos weiter reden, höre aber jetzt auf. Ich bin King Fan, seit ich zehn Jahre alt bin, das wisst ihr ja …

In wenigstens einer Hinsicht ist unser Leben wirklich wie ein Film. -Erster Satz aus The Revival. Hallo Simon! 😉

Das Leben ist ein Rad, und es dreht sich immer wieder dahin, wo es angefangen hat.

Nun mag man vielleicht sagen, ich hätte es trotzdem sehen müssen, da eigentlich sämtliche Teile vorhanden waren, aber ich bin Gitarrist, kein Detektiv, und was deduktive Fähigkeiten angeht, war ich nie der Schnellste.

So führen wir nämlich unsere eigene Verdammnis herbei – indem wir bewusst die Stimme überhören, die uns anfleht innezuhalten.   

Überschrift sowie der erste Satz: Zitat aus The Revival von Stephen King. Alle anderen Zitate sind gekennzeichnet.-

Der Juni tanzt.

Bevor es hier wieder um das Literarische geht, wird getanzt und gesungen! Ihr wisst ja, dass ich jedes Jahr das ganz wundervolle Maifeld Derby heimsuche, und das steht tatsächlich schon nächste Woche an! Der Juni ist Musik.

Zwar noch Mai, aber schon ziemlich am Ende, besuchte ich das Konzert der einmaligen The Dead South. Von diesen stampf – und spielwütigen Herren habe ich euch schon einmal erzählt. Bluegrass – da rümpfen viele erst einmal die Nase. Hab ich auch, da bin ich ehrlich. Aber auf diese Art und Weise lasse ich mich gern belehren! Das Muffatwerk war ausverkauft, und zwar sehr bald, nachdem es die Karten zu erwerben gab. Auch waren viele Konzertbesucher textsicher. The Dead South haben hierzulande eine größere Fangemeinde, als ich dachte. Nett!

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Eric Mehlsen, Cellist der Band, spielte ala Del Suelo im Vorprogramm. Seine Vorstellung begann damit, dass er dem Publikum erzählte, er hätte eine Novelle geschrieben und diese dann in Kapiteln vertont. Tja, nun ratet mal, wer davon extrem hingerissen war …

Die Geschichte, die dann folgte, war eher eine Reise. Und wunderschön. Eric singt und musiziert eher ruhig. Und dennoch sind es große Geschichten, zu denen er einlädt. Besonders hat mir das Darling of the Desert gefallen, und es ist noch immer mein Liebling auf dem Album, welches ich mir zusammen mit dem Buch am Ende der Show geholt habe. Hach …

Versatile Award!

versatile-blogger-awardSchaut mal; was für eine wundervolle Nominierung! Ich finde es tatsächlich nicht nur abwechslungsreich, sondern auch sehr spannend, zu jemandem zu sagen: Erzähl doch mal! Das gefällt mir sehr. Nominiert hat mich der großartige Simon Segur, der neben seiner Reise durch Eis und Endzeit unermüdlich auf der Suche nach Zeit ist, um wunderbare Blogeinträge zu erfassen. Und für alle, die seinen Frankfurtroman noch nicht gelesen haben – Jetzt aber zackig! Er ist wahrlich toll, und eine der Figuren bekommt hoffentlich ein SpinOff, denn ich habe mich ein bisschen in sie verguckt.

Nun zu den Fakten.

  1. Ich habe mit neun Jahren angefangen, heimlich die Stephen King Bücher meiner Mama zu lesen. Was das mit mir gemacht hat, will ich natürlich nicht so genau wissen, doch eines ist sicher: Die Leidenschaft, eine Geschichte so zu erzählen, dass jeder, der sie liest, ein Teil von ihr wird, hat mich für immer geprägt und wird es auch immer tun.
  2. Ich höre (meistens leider) auf Impulse, statt auf Vernunft. Jedes Jahr am 31. Dezember ist mein Wunsch für das nächste Jahr, erst zu den20160830_150118.jpgken und dann zu reden. Lange hält das nicht an.
  3. Ich bin ein Kind der Natur. Ich liebe Erde, Wasser, Wiesen und Bäume. Ganz besonders Bäume. Ich kann mich stundenlang damit beschäftigen, sie aufzusuchen und sie in Bildern festzuhalten. Ich bin einmal durch Morast gewatet, um die Rinde einer Pappel zu berühren.
  4. Alles, was extrem ist, ist mir zuwider. Das könnte ich ausschmücken, hier beschränke ich mich jedoch auf die Jahreszeiten. Vor dem Sommer verstecke ich mich, und zwar jedes Jahr aufs Neue. Ich mag hingegen alles, was mit Übergang zu tun hat. Frühling und Herbst passen da ja wunderbar dazu.
  5. Ich bin genusssüchtig. Auf ziemlich allen Ebenen.
  6. Ich habe Alpträume. Vermutlich ist es klug, hier mal zu Punkt Eins zu schielen. Sie begleiten mich mein Leben lang, und das Schreiben, überhaupt alles Künstlerische, ist ein guter Weg, damit umzugehen. Inzwischen sind wir eine Zweckgemeinschaft, tatsächlich sind meine besten Texte aus der tiefsten Dunkelheit der Nacht gekrochen. Wenn ich zu mild träume, weiß ich, dass ich genug schreibe. Und andersherum.
  7. Der Gedanke, irgendwann hauptberuflich zu schreiben, ist keine Option, sondern ein Ziel.

Uhhh, das war ja sehr … interessant. Nominieren möchte ich gern jeden, der das hier liest. Es ist tatsächlich spannend, etwas zu lesen, was nicht auf einer gestellten Frage beruht. So, als wäre es ein Geschenk. In diesem Sinne: Erzählt mal!