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Vertraue …

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… Deinem Festival.

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Ja, tu es! Das Maifeld Derby Festival, nicht nur für mich ein jährlicher Herz-Pflichttermin, ist immer verlässlich, wenn es darum geht, Menschen mit Gitarren auf Bühnen zu holen, die einen verzaubern. Dieses Jahr ganz groß geschehen bei Roo Panes. Das sitzt man tatsächlich mit offenem Mund und weiß erstmal nicht weiter. Allgemein hat mir mein Lieblingsfestival noch nie so viel Freude bereitet wie am vergangenen Wochenende. Gleich der erste Akt war ein Volltreffer, und so ging es munter weiter. Ich erinnere mich, wie wir die vergangenen Jahre immer mal auf den Grünflächen rumlagen, aber 2017 – nichts. Es haben sich viele zu viele gute Bands und Künstler aneinandergereiht. Von den Parallel-Auftritten will ich hier mal gar nicht anfangen …

 

Richtig erwischt hat es mich bei Moderat. Obwohl im Festival-Büchlein als Elektronische Konzert-Tanz-Messe allerhöchster Güte angepriesen und vorher am Merch schon alles weg, hat es mich eher zufällig ins Palastzelt verschlagen. Dem Musikgott sei Dank! Ich mag ja eher handgemachte Musik, aber im Sommer muss es Beat sein. Und Moderat verbinden Stimme, Melodie und Wumms! auf so eine fantastische Art und Weise, dass mir ganz anders wird. Da mag ich gleich die ganze Nacht durchtanzen und so. In nächster Zeit werde ich euch immer mal von den Acts berichten, die mir am besten gefallen haben an diesem wundervollen Wochenende in Mannheim. Duchmischt mit Literatur, denn da gibt es ebenfalls Großes zu berichten! Nun gehet und singt.

 

 

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And between the years …

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… I might have come to know you but I don’t own you, that much is clear.

Nun waren sie also gestern in München, die wunderbaren Musiker rund um Sänger Matthew Hegarty. Eingeleitet und immer wieder angekündigt von Ryan O’Reilly, der über nichts anderes sang als über die Liebe. Reicht aus als Werbung, oder?

Das Milla ist echt schnucklig, so ein kleines Kellergewölbe, in dem man schon mal vor der Bühne hört, wie auf der anderen Seite Gläser gespült werden. Bei Motorama war mir das nicht aufgefallen, aber die waren ja auch wild und laut, was man von den Engländern MATA nicht behaupten kann. Hegarty ist ein Mann der leisen Töne. Er ist ein Künstler durch und durch. Wie jetzt, ihr habt von mir eine objektive Berichterstattung erwartet? Pfff.

Ich erzähle und schwärme ja immer und immer wieder von der Leidenschaft, besonders von der leidenschaftlichen Kunst. Und gestern habe ich sie defintiv gesehen. Ich habe sie erlebt. Erst mal bin ich noch immer entsetzt, wie jemand tatsächlich solche Stimme haben kann, so tief und voluminös. Das soll mir mal einer erklären. Ebenso hingerissen war ich von der Tatsache, dass fünf Menschen solch raumgreifende Musik entstehen lassen können, satt und tief, selbst in einer Akkustik-Variation. (Elijah)

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Hegarty singt nicht nur, er prangert an. Er predigt. Zwischendurch fragte ich mich immer mal, ob der Mann auch Freude hat, an dem was er tut, wirkte er doch manchmal sehr … verbissen. Es schien ihm wichtig, seine Geschichte an den Mann zu bringen. Die Leidenschaft, ach.

Ganz große Freude hat auch der Drummer bereitet, der viele Songs aufgepeppt und verwandelt hat und trotz einer Fußverletztung (ja, manche treten auch mit Plastiktüte am Bein auf), ordentlich Gas gegeben hat.

Im Großen und Ganzen geht es bei MATA eher ruhig zu, was nicht heißen soll, dass man nicht tanzen kann. Pale Sun Rose war einer der flotteren Nummern und hat gezeigt, dass die Musiker wunderbar harmonieren und Spaß zusammen haben. Auch um das Publikum war man bemüht, als in der Bonusrunde der Liebling I followed fires zum Besten gegeben wurde, und das auch noch in der Menge, war es wohl um jeden Gast geschehen. Allgemein zeigten sich die Besucher textsicher, auch war der kleine Club recht voll, wohl ein Zeichen, dass aus der Indie-Perle MATA etwas Größeres wird. Nicht, dass ich das nicht vorausgesagt hätte …

Ich bin jetzt noch größerer Fan als bisher schon, besonders, weil Temple als Opener gespielt wurde, eines meiner derzeitigen Lieblinge. Und dann, wer hätte das gedacht – Out of the darkness – jener Song, der mich zu einem ganzen Roman inspiriert hat. Und von dem ich eigentlich dachte, dass ich ihn niemals live höre werde, weil er … nun ja, wirklich einer von der langsamen Truppe ist. Ich habe ihn also als eine Extra-Zugabe für mich betrachtet 😉 Und wieder eine Schaufel Inspiration mitgenommen, wenn nicht eine ganze Wagenladung.

Matthew and The Atlas touren weiter, im Oktober sind sie wieder in Deutschland. Leute, geht hin!

 

I am all your deepest sins.

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Tja, da ist es schon wieder rum, das wundervolle Maifeld Derby Festival.

Es gab wie immer Neues zu entdecken, damit meine ich Musik Musik Musik. Wer das Maifeld besucht, sollte nicht allzu genrefixiert sein, das haut nicht hin. Freunde der handgemachten Musik merkten zwar immer mal wieder an, dass es doch viel Electro gab, ich war darüber jedoch nicht unglücklich. Tanzen will man schließlich auch.

Ganz und gar handgemacht, oder auch fußgemacht (so bootsmäßig und so) war die Show der Kanadier The Dead South. Ja, es muss Show heißen, denn was mit Im-Takt-Bieröffnen begann, endete damit, dass das Publikum, welches im eigentlich gemütlich-romantischen Parcours D`Amour auf Sitzplätzen lauscht, völlig mitgerissen und losgelöst getanzt und gestampft und gejubelt hat. Ja, viele Bluegrass-Verben hab ich nicht drauf, eigentlich gar keine, aber wenn ihr reinhört, wisst ihr Bescheid …

 

(Überschrift: Zitat aus Achilles von The Dead South)

and you say I got it wrong

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Ja, der Sommer ist toll und alles, aaaber…

Am 25.September erscheint das neue Chvrches Album!

Der erste Track aus Every Open Eye, den man schon mal kennenlernen darf, bringt mich dazu, zu tanzen, die ganze Zeit. Ich bin in ihn verliebt, ganz ehrlich.

Ihr sucht noch was für eure Grillparty? Tanzfest? Mitternachtsimbiss? Banküberfall? Hier ist der passende Song:

(Überschrift: Zitat aus Leave A Trace von Chvrches)

…just keep me calm keep the doctor’s away

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Was für eine ewig lange Pause hier!

Das liegt weder daran, dass ich nicht schreibe oder lese, nein, ich tue beides, besonders erstes, und davon erzähle ich auch bald. Mit dem Lesen… Den letzten Roman, nämlich einen Paul Auster, hab ich schon seit einiger Zeit beendet, doch ich weiß immer noch nicht so recht, was ich davon so ganz genau halten soll, deswegen schreib ich auch (noch) nichts drüber.

In der Zwischenzeit stelle ich euch noch eine Band vor, die ich vor dem Maifeld Derby noch nicht kannte: East Cameron Folkcore. Neben all den Bildern, die die Musik vor das Auge zaubert, sind sie auch noch ordentliche Wachmacher. Ich weiß, der Song, den ich euch vorstelle, klingt nicht so danach, doch er heißt Salinger Is Dead, und da ich hier über Noten und Buchstaben schreibe, ist uns doch allen damit geholfen.

(Überschrift: Zitat aus Salinger Is Dead von East Cameron Folkcore)

maifeld east cameron

Maifeld Derby 2015

my screaming lungs, i know I’ll die

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Wenn man einen persönlichen Tip bekommt, muss man auch hingehen. Danke an indiesoph.de für den Rat, The Rural Alberta Advantage auf dem Maifeld Derby Festival aufzusuchen. Netter, wenn auch schwierig auszusprechender Name; alle die ich genervt habe, am Samstag um sechs mit mir die Fackelbühne aufzusuchen, nur so: „Hä?“

Na ja, die Kanadier halt. Die haben’s drauf. Ich war noch nie in Alberta, doch ich kann mir vorstellen, wie es dort ist. Die Musiker singen, schreien, trommeln und pusten einem die Bilder direkt vor die Augen. Ich muss sagen, dass es insgesamt ein bisschen zu wenig tanzbaren Stoff auf dem Festival in Mannheim gegeben hat. The Rural Alberta Advantage können sich von diesem Vorwurf aber getrost reinwaschen. Die gehen ordentlich ab. Na ja, Kanadier halt.

(Überschrift: Zitat aus Rush Apart von The Rural Alberta Advantage)